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textil + mode: Zunehmende Verunsicherung
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Die bislang eher zögerliche, aber stetige Erholung hat aktuell einen Rückschlag hinnehmen müssen. Die Umsätze steigen nur nominal wieder auf das Vorkrisenniveau. Beschäftigung und Produktion bleiben hinter den Erwartungen zurück. Die Entwicklung von Textil verläuft weiter klar schlechter als die bei Bekleidung. Dies zeigt sich nicht nur bei der diametral unterschiedlichen Lage im Außenhandel, sondern auch bei den jüngsten Ergebnissen des ifo-Konjunkturklimas.

Die Umsätze steigen auch im März weiter an, und zwar weiterhin im Bekleidungssegment stärker als bei Textil. Insgesamt liegt der Umsatz der Branche per März um +8,5 % über dem ersten Quartal des Vorjahres. Beide Segmente liegen zwar über den Umsatzniveaus des Vor-Coronajahres 2019, allerdings nur nominal. Betrachtet man die abgesetzten Volumina, so zeigt sich, dass seit der Krise zwischen 10 % und 15 % der Umsatzmengen verloren gingen. Im Bekleidungssegment steigen die realen Werte (Volumina) deutlicher an als bei Textil.

Die Beschäftigung hat sich im Vergleich zum Vorjahr insgesamt kaum verändert, allerdings in den Teilsegmenten recht unterschiedlich: Ende März sind bei Textil -1,1 % weniger Personen beschäftigt, während es bei Bekleidung +5,3 % mehr Personen sind. Auch die (nominalen) Bruttolohn- und Gehaltssummen steigen per März bei Bekleidung stärker (+8,2 %) als bei Textil (+2,6 %). Die tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden liegen bei Textil mit +0,3 % minimal höher als im Vorjahresquartal, bei Bekleidung sind es +4,5 %.

Die inländische Produktion1) des Jahres 2023 ist per März niedriger als im Vorjahr: Bei Bekleidung um -8,0 %, bei Textil um -5,7 %. Die Produktion entwickelt sich auch weiterhin nicht parallel zu den stetig steigenden Umsätzen und liegt auch noch unter dem Stand von 2019. Zudem handelt es sich um Nominalwerte, die reale Produktion in Deutschland ist entsprechend der Inflation noch niedriger anzusetzen.

Die Auftragseingänge entwickeln sich bei Bekleidung positiver als bei Textil: Bekleidung verzeichnet im ersten Quartal +6,3 % mehr Aufträge, bei Textil hingegen sind es -4,2 % weniger. Auch die ifo-Umfragewerte zeigen, dass in der Bekleidungsindustrie die Auftragslage insgesamt optimistischer beurteilt wird als bei Textil.

Die Erzeugerpreise steigen in Folge der hohen allgemeinen Inflation, insbesondere auf den Beschaffungs- und Energiemärkten, weiterhin an. Sowohl Bekleidung als auch Textil verzeichnen steigende Erzeugerpreise. Allerdings scheint sich der Preisanstieg bei Bekleidung leicht abzuschwächen. Seit 2019 sind die Preise bei Textil um etwa 20 % gestiegen, bei Bekleidung war es nur die Hälfte. Wesentlicher Grund für diese Unterschiede ist die im Durchschnitt höhere Abhängigkeit von Energie- und Rohstoffpreisen bei den Unternehmen des Textilsegments.

Der nominale Umsatz im Bekleidungseinzelhandel steigt weiter deutlich mit niedrigeren Raten als noch vor einigen Monaten, aber stärker als im Einzelhandel insgesamt. Nominal steigt der Umsatz im Bekleidungseinzelhandel per März um +12,7 %, beim gesamten Einzelhandel waren es +4,0 %. Die Verkaufspreise bei Bekleidung stiegen im ersten Quartal allerdings um +4,1 %, während die Preise im gesamten Einzelhandel um +10,2 % angehoben wurden.

Der Außenhandel entwickelt sich insgesamt positiv. Die Exporte steigen per März um +3,7 %. Allerdings nahmen die Ausfuhren bei Textil um -3,1 % ab, während das Wachstum ausschließlich aus dem Bekleidungssegment resultierte: +7,4 % per März. Die Textilimporte sanken sogar um -14,4 % (Bekleidung: +0,7 %).

Der Einfuhrüberschuss sinkt aufgrund des hohen Importrückganges bei Textil per März 2023 um -18,0 %.

Die Rohstoffeinfuhren sinken aufgrund der hohen Rohstoffpreise des Vorjahres teils preisbedingt um -11,8 %.

ifo-Konjunkturklimaindex Mai 2023
Das Konjunkturklima in der Industrie hat sich im Mai nach sechs Monaten der kontinuierlichen Verbesserung abrupt verschlechtert. Dies liegt vor allem an den negativeren Zukunftserwartungen. Auch bei Textil verschlechtert sich das Konjunkturklima aufgrund der pessimistischeren kurzfristigen Erwartungen. Diesem allgemeinen Trend kann sich die Bekleidungsindustrie entziehen. Die Erwartungen sind hier weniger pessimistisch, zumal die Auftragssituation deutlich positiver eingeschätzt wird. Die Unterschiede zwischen den Branchen spiegeln sich auch in den unterschiedlichen Aussagen zu den aktuell größten Herausforderungen wider: Während die Textilunternehmen hier in erster Linie die Auftragssituation nennen, ist bei den Bekleidungsunternehmen der Fachkräfte- und Materialmangel weiter vorn.

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