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Techtextil und Texprocess setzen Maßstäbe für zukunftsfähige Textilmessen
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Vom 21. bis 24. Juni 2022 rückten die internationalen Leitmessen Techtextil und Texprocess Nachhaltigkeit und Innovationen in den Fokus und bereiteten dem internationalen Publikum auf sieben Hallenebenen einen optimalen Rahmen für Austausch, Information und das Knüpfen und Stärken von Geschäftsbeziehungen. Quality meets quantity: Dieses Motto wurde in diesem Jahr einmal mehr erfüllt. 94 Prozent aller Besucher*innen und 87 Prozent aller Aussteller äußerten sich sehr zufrieden bis zufrieden mit ihrer Messeteilnahme. Diese sehr guten Werte entsprechen denen der Vorveranstaltungen in 2019.

Mit einem Internationalitätsgrad von 66 Prozent nahmen insgesamt 48.000 Besucher*innen aus 105 Ländern an der ersten Ausgabe der Techtextil und Texprocess seit der Corona-Pandemie teil und nutzten die Möglichkeit, beide Messen zu besuchen. Die hervorragenden Zahlen von rund 44.000 Besucher*innen der Techtextil und 22.000 Besucher*innen der Texprocess (jeweils inklusive Wechselbesucher*innen von der Texprocess bzw. Techtextil) bestätigen die Relevanz dieser Messen für die Textil- und Textiltechnologieindustrien.

1.141 Aussteller der Techtextil aus 47 Ländern sowie 182 Aussteller der Texprocess aus 29 Ländern, darunter zwölf internationale Länderpavillons und zahlreiche Gemeinschaftsstandteilnehmer, präsentierten ihre Produkte, Technologien und Neuentwicklungen. Neben deutschen Ausstellern sind Unternehmen aus Italien, Frankreich Türkei und der Schweiz am häufigsten vertreten. Das umfangreiche und attraktive Rahmenprogramm wie die Techtextil und Texprocess Foren, die Techtextil und Texprocess Innovation Awards, die Techtextil Sonderschau „Performance Textiles in Fashion“ oder die Texprocess Sonderschau „Denim Future Lab“ mit integrierter Speakers Corner ermöglichten Diskussionen und zeigten außergewöhnliche textile und textiltechnologische Lösungen, auch im Hinblick auf Nachhaltigkeit.

Dies zeigt: Besucher*innen und Aussteller setzen auf die persönliche Begegnung auf dem Messegelände. Ergänzend dazu wurden auch die digitalen Angebote genutzt wie die Apps und die erstmalig angebotene Digital Extension, die die Messen online erlebbar gemacht haben.

„Die erste Ausgabe der Techtextil und Texprocess seit der Corona-Pandemie erfüllte den starken Wunsch der Branche, endlich wieder persönlich zusammenzukommen. Wir freuen uns, dass der Auftakt hervorragend von Ausstellern und Besucher*innen weltweit angenommen wurde. Auf dem Messegelände in Frankfurt konnten wir einen Ort für den Austausch von Branchenvertreter*innen zu den Zukunftsthemen der Textil- und Bekleidungsindustrie schaffen“, berichtet Olaf Schmidt, Vice President Textiles & Textile Technologies, Messe Frankfurt.

„Mit dem Fokus auf Nachhaltigkeit und Innovationen haben wir einen echten Mehrwert für Besucher*innen geschaffen. Nie zuvor war das Interesse an innovativen und nachhaltigen Lösungen so groß. Techtextil und Texprocess bieten eine optimale Plattform für die Präsentation progressiver Produkte und unterstützten die zukunftsfähige Weiterentwicklung der Industrie“, erklärt Michael Jänecke, Director Brand Management Technical Textiles & Textile Processing, Messe Frankfurt.

Elgar Straub, Geschäftsführer VDMA Textile Care, Fabric and Leather Technologies (TFL), zieht ein optimistisches Fazit aus der diesjährigen Texprocess: „Insbesondere durch viele hochkarätige und auch internationale Besucher war die Stimmung rundum positiv – trotz aktueller Verunsicherungen und den daraus resultierenden verhaltenen Erwartungen der Texprocess-Aussteller im Vorfeld der Messe. Auf der Messe, im persönlichen Austausch wurde nichtsdestotrotz wieder deutlich: Gerade weil sich die textile Welt aktuell rapide verändert, gibt es einen immensen Investitionsbedarf in Technologie. Automatisierung, Nachhaltigkeit und Flexibilität sind dabei nur die wichtigsten Stichworte.“

Ausstellerstimmen zur Techtextil und Texprocess 2022
Neuen Produkten und Weiterentwicklungen kam auf der diesjährigen Techtextil und Texprocess besondere Bedeutung zu. In einer Zeit, die durch soziale und wirtschaftliche Herausforderungen, Arbeitskräftemangel, Lieferengpässe oder Rohstoffmangel gekennzeichnet ist, sind progressive Lösungsansätze essenziell. Auf den Leitmessen zeigte sich: Die Unternehmen haben die Zeit seit der letzten Techtextil und Texprocess intensiv für Forschung und Entwicklung genutzt und konnten zahlreiche zukunftsträchtige Produkte präsentieren.

„Nach der Corona-Pause war es von großer Bedeutung, auf der Techtextil endlich wieder mit der internationalen Branche in Kontakt zu treten und viele Geschäftspartner, die wir lange nicht persönlich treffen konnten, live zu sehen. Wir haben darüber hinaus einige interessante neue Geschäftskontakte geknüpft“, so George Papagiannis, Sales & Marketing Manager bei Thrace Nonwovens & Geosynthetcs S.A., Griechenland.

„Für uns war die Texprocess ein großer Erfolg. Wir sind sehr zufrieden mit der Qualität und den Ergebnissen der Gespräche mit den Besuchern. Es war uns eine große Freude, nach langer Zeit großer Reisebeschränkungen so viele Partner und Kunden persönlich wiederzutreffen. Die digitale Kommunikation ist heutzutage ein Muss und macht sicher vieles einfacher, aber sie kann die persönliche Kommunikation und den Wissenstransfer nicht vollkommen ersetzen. Wir haben auf der Texprocess viele neue Geschäftspartner, aber auch langjährige Freunde und bekannte Gesichter begrüßt“, so Henry Diekmann, Head of Marketing bei Dürkopp Adler, Deutschland.

„Zur diesjährigen Techtextil erzielten unsere portugiesischen Unternehmen sehr gute Ergebnisse. Unser Fazit: Der Messeerfolg im Jahr 2022 knüpfte nahtlos an 2019 an – und wir sind sehr froh über diese Erkenntnis. Die meisten unserer Unternehmen waren zudem sehr zufrieden mit der Anzahl an Neukunden, die auf der Suche nach neuen europäischen Lieferanten waren“, so Manuel Serrão, CEO bei Selective Moda.

„Die diesjährige Messe hatte den Moment des Aufbruchs in sich. In einer Ad-hoc Befragung gaben über 70 Prozent unserer Mitglieder an, dass die Techtextil die wichtigste bzw. einzige Messe für ihr Produktportfolio ist. Über 90 Prozent werteten die Anzahl an Besucherkontakten als gut und sehr gut. Die Qualität der Kontakte wurde von 75 Prozent als gut und von 17 Prozent als sehr gut bewertet. Alle von uns Befragten bekundeten ihre Absicht, auch 2024 wieder in Frankfurt auszustellen“, sagt Stefan Schmidt, Leiter Fachbereiche Garne – Gewebe – Technische Textilien des IVGT e.V..

„Aus Sicht von Swissmem / Swiss Textile Machinery präsentierte sich die diesjährige Ausgabe der Techtextil als außerordentlich erfolgreich. Die längst überfällige Auffrischung der bestehenden Kundenbeziehungen sowie das Knüpfen neuer Kontakte waren sehr wertvoll. Besonders erwähnenswert ist die hohe Qualität der Besucher, die Begegnungen fanden auf Augenhöhe zwischen Entscheidungsträgern statt. Wir werden sicher auch in 2024 wieder dabei sein“, resümiert Ernesto Maurer, Präsident der Swissmem Swiss Textile Machinery Association.

„Es war eine gute Messe. Wir hatten mehr als 400 Besucher aus 51 Ländern und konnten zahlreiche erfolgreiche Geschäftsbeziehungen aus Europa knüpfen. Die Texprocess war außerdem die ideale Plattform für den Launch unseres neuen Softwareproduktes 2DCAD und unseres neuen Vison-Systems. Das war wichtig, denn die Besucher der Texprocess kommen in erster Linie, um Innovationen oder neue Produkte zu sehen“, so Fabrizio Giachetti, Geschäftsführer von Morgan Tecnica SpA, Italien.

Von Innovation Awards und Sustainability: Rahmenprogramm mit echtem Mehrwert
Doch nirgends war man der Zukunft der Textilbranche so nahe wie bei den Techtextil und Texprocess Innovation Awards. 13 Gewinner aus sieben Kategorien wurden von zwei internationalen Fachjurys ausgezeichnet, im Rahmen einer öffentlichen Preisverleihung prämiert und an allen vier Messetagen ausgestellt. Neben der ersten gewebten Herzklappe erhielten Produktionsverfahren mit nachhaltigen Materialen, wie Ananasschalen oder ein neuartiger Kaltkleberoboter einen Techtextil oder Texprocess Innovation Award.

Die Textilindustrie findet neue Wege. So auch im Hinblick auf Nachhaltigkeit. Das Interesse an nachhaltigen und ressourcenschonenden Materialien und Verarbeitungsverfahren oder Recyclinglösungen war noch nie so groß. Dies ist längst auch im Bewusstsein der Hersteller angekommen. 66 Aussteller wurden in diesem Jahr mit Sustainability@Techtextil oder Sustainability@Texprocess gekennzeichnet und konnten von Besucher*innen so gezielt besucht werden. Aussteller mit nachhaltigen Angeboten konnten ihre Produkte zur Prüfung durch eine internationale Expertengruppe einreichen und wurden nach erfolgreicher Prüfung gekennzeichnet.

Nachhaltigkeit wurde auch in den Techtextil und Texprocess Foren thematisiert. „Kreislaufwirtschaft in der Textilindustrie. Eine Positionsbestimmung“, „Virtuelle Gewebe: Struktur und multispektrale Farbvorhersage“ oder die Keynote „Nach der Krise ist vor der Krise“ sorgten an allen vier Messetagen für hochwertige Informationsmöglichkeiten und einzigartige Einblicke in aktuelle Themen der Branche. Schirmherr des Techtextil Forums war EURATEX - The European Apparel and Textile Confederation. Das Programm des Texprocess Forums wurde von DTB – Dialog Textil-Bekleidung e.V. und VDMA TFL gestaltet.

Als besonderes Highlight zeigte sich die Techtextil Sonderschau „Performance Textiles in Fashion“. Hier erlebten Besucher*innen hautnah, wie funktionale Textilien in der Bekleidungsindustrie zum Einsatz kommen. Smarte Textilien mit Elektroden und dehnbaren Kabeln zur Elektro-Muskel-Stimulation, heizbare Bekleidung oder Taschen aus besonders widerstandsfähigem Material sorgten für Inspiration und brachten das Publikum zum Staunen.

Das Denim Future Lab entführte Besucher*innen in die Welt der Denim-Industrie. Die Texprocess Sonderschau stellte nachhaltige Materialien und Verarbeitung sowie Luxus-Denim in den Mittelpunkt. Die von der Transformer Foundation mitorganisierte Speakers Corner lud zum Austausch und Diskutieren ein und wurde rege genutzt.

Die nächste Techtextil und Texprocess finden vom 23. bis 26. April 2024 statt.



Bild: Messe Frankfurt / Jean-Luc Valentin
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