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Schuhproduktion in Deutschland bringt ökologische und finanzielle Vorteile
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Das neu gegründete Unternehmen Carney GmbH & Co. KG (Orangenkinder) verfolgt bei der Produktion von ökologischen Baby- und Kleinkinderschuhen die größtmögliche Nachhaltigkeit. Gründerin und Geschäftsführerin Verena Carney: „Vor Corona und dem Ukrainekrieg wurde unser Ansatz als zu teuer angesehen. Die großen Unternehmen schauen jetzt bei uns, wie wir es machen.“ Neben dem Nachhaltigkeitsaspekt hebt Carney weitere Vorteile ihrer Unternehmensphilosophie heraus: „Wir erkennen sofort, ob es Material- oder Produktionsfehler gibt. Andere Firmen merken es erst dann, wenn das Schiff ihre Ware aus Fernost liefert.“

Aufwändige Lieferwege sind niemals nachhaltig
„Made in Germany ist die Zukunft“, so Carney, und sieht sich durch die globalen Lieferschwierigkeiten in ihrer Unternehmensphilosophie bestätigt. „Krisen und aufwändige Lieferwege kosten Geld, Zeit und Ressourcen. Wir beziehen unser Material von lokalen Unternehmen wie zertifizierten deutschen Gerbern aus der Region.“ Sind Materialien nicht lokal oder in Deutschland zu beschaffen, arbeitet Carney mit Anbietern aus den Anrainerstaaten.

Auch Produktoptimierungen müssen nachhaltig sein
Produktionsfehler oder Materialschwächen werden bei entfernten Produktionsstätten oft erst erkannt, wenn die Ware beim Kunden ist. Daraus folgt dann meistens die Vernichtung der gesamten Produktion, da Korrekturen im Nachhinein zu kostspielig sind. „Wir erkennen sofort im Produktionsprozess Qualitätsschwankungen und können auch sofort reagieren. Eine Optimierung ist so schneller möglich“, ergänzt Carney.

Carney: „Neue Schuhideen können wir sofort umsetzen, andere Unternehmen können das nicht.“
Carney sieht einen weiteren Marktvorteil bei der Produktion in Deutschland: die Geschwindigkeit, in der neue Ideen umgesetzt und präsentiert werden können. „Wenn ein Kunde zu uns mit einer neuen Schuhidee oder einem Verbesserungsvorschlag kommt, können wir das in unserem Werk sofort umsetzen, mitunter ad hoc in seinem Beisein, und gemeinsam das Produkt ohne Wartezeiten oder lange Lieferungen beurteilen.

„Ich schaffe auf dem Land nachhaltige Industriearbeitsplätze“
„Ich schaffe auf dem Land nachhaltige Industriearbeitsplätze. Warum soll ich mit meinem produzierenden Unternehmen in die Stadt ziehen, wenn ich die Fachkräfte und Logistik auch im Ländlichen erhalte. Meine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen erhalten auf diesem Wege eine Beschäftigung in der Nähe, können flexibler in Teilzeit arbeiten und müssen keine langen Wege zur Arbeitsstelle fahren, was die Umwelt schont“, weiß Carney zu berichten und ergänzt: „Es ist falsch, gute Produktionsstätten auf dem Land nicht zu nutzen, aber in der Stadt immer weitere zu erbauen.“

Kunden erwarten sofortige Lieferfähigkeit – mit Made in Germany geht es
Nach Ansicht von Carney kann eine sofortige Kundennachfrage am besten nachhaltig garantiert werden, wenn dies ohne Lagerkapazität funktioniert, sondern mit einer flexiblen einsatzfähigen Produktion. „Lagerbestände kosten immer Energie und damit Ressourcen. Da wir hier produzieren, können wir sofort die Produktion umstellen und liefern, ohne ein großes Lager zu benötigen. Unsere Schuhe kommen frisch aus der Nähmaschine“, schmunzelt Carney. Zudem ärgert sich Carney darüber, dass Überproduktionen aus Lagerbeständen oft vernichtet werden, und hofft, dass ihr Vorgehen Beispiel macht.

Mindestbestellmenge bei Made in Germany unnötig
Geschäfte möchten gelegentlich einzelne Schuhpaare den Kunden vorstellen, aber scheuen nach Carneys Erfahrung vor den Mindestbestellmengen: „Da wir hier produzieren und nicht auf anderen Kontinenten, können wir auch problemlos ein einzelnes Schuhpaar versenden, inklusive produktionsbedingter Sonderwünsche, und das innerhalb von Tagen. Hier sind wir derzeit das Maß der Dinge.“ Ein weiterer Vorteil der heimischen Produktion ist die Möglichkeit einer Reparatur, die hier vor Ort innerhalb kürzester Zeit umgesetzt werden kann. Dies verlängert die Lebensdauer der Schuhe und trägt so zur Nachhaltigkeit der Produkte bei.

Seit 2002 beschäftigt Unternehmensgründerin und Geschäftsführerin Verena Carney die Frage, wie schöne Kinderschuhe nachhaltig produziert werden können. In ihr neues Projekt Orangenkinder bringt sie über 30 Jahre Erfahrung aus der Schuhbranche ein. Das Unternehmen wurde Ende 2020 in Oberreichenbach bei Erlangen in Bayern gegründet. Orangenkinder® bezeichnet sich als von Frauen geführtes Unternehmen.
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