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Cotton made in Africa bricht bisherige Nachfrage- und Angebotsrekorde
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Verdoppelung der produzierten CmiA-Textilien im Vergleich zum Vorjahr auf 600 Millionen Teile und Steigerung der Produktion von CmiA-Baumwolle in Afrika um 10%

Cotton made in Africa (CmiA) konnte erneut seine bisher aufgestellten Rekorde an Angebot und Nachfrage überbieten. Der Bedarf von Bestands- und Neukunden an der verifizierten CmiA und CmiA Organic Baumwolle steigt weiter. Insgesamt wurden rund 600 Millionen CmiA-Textilien auf den Markt gebracht. Damit erzielt Cotton made in Africa mehr als eine Verdoppelung seiner Nachfrage im Vergleich zum Vorjahr. In den letzten vier Jahren stieg zudem die Anzahl der lizenzierten Retail- und Brandpartner um rund 30% und vereint heute mit Bestseller, Lidl, LPP oder der Otto Group einige der größten Handels- und Modeketten weltweit hinter sich. Auch die Produktion an CmiA-verifizierter Baumwolle stieg um 10% auf 690.000 Tonnen. 40% der afrikanischen Baumwollproduktion ist damit CmiA-verifiziert. Inzwischen ist Cotton made in Africa in 11 Ländern Subsahara Afrikas aktiv und unterstützt rund eine Million Kleinbauern.

„Die Rekordergebnisse in Angebot und Nachfrage von Cotton made in Africa unterstreichen dieses Jahr erneut, dass der Einsatz von nachhaltigen Rohstoffen in den internationalen Wertschöpfungsketten mittlerweile eine Selbstverständlichkeit ist “, sagt Tina Stridde, Geschäftsführerin der Aid by Trade Foundation, Trägerin von Cotton made in Africa. „Textilunternehmen weltweit sowie Baumwollgesellschaften in ganz Subsahara-Afrika haben sich unserer Initiative als verlässliche und starke Partner für die Kleinbauern angeschlossen. Gemeinsam haben wir erreicht, dass CmiA und CmiA Organic Baumwolle weltweit gefragt ist und in über 50 Textilproduktionsmärkten verarbeitet wird. Diese Aktivierung der Marktkräfte ermöglicht es uns, die Kleinbauern auf die zunehmenden Herausforderungen durch den Klimawandel vorzubereiten und ihre Resilienz durch innovative und effiziente Anbaumethoden zu stärken.“ CmiA arbeitet mit Kleinbauern in Benin, Burkina Faso, Côte d’Ivoire, Kamerun, Nigeria und im Tschad sowie in Mosambik, Sambia und Tansania zusammen. Mit neuen Partnern in Togo und Ghana erweitert die Initiative ihr Netzwerk ab 2022 auf insgesamt elf Partnerländer in Subsahara Afrika. Und auch in der textilen Wertschöpfungskette expandierte CmiA in den vergangenen Jahren deutlich. Das Netzwerk der registrierten Partner stieg 2021 global auf 240 Spinnereien und ist damit so groß wie nie.

„Cotton made in Africa ein starker und verlässlicher Partner in volatilen und herausfordernden Zeiten“
Zu den drei größten Abnehmern von CmiA-Baumwolle gehören die Lidl Group, die Otto Group sowie Ernsting’s family. Dr. Alexander David, Bereichsleiter Einkauf International bei der Lidl Stiftung & Co. KG sagt: „Wir sind stolz darauf zu den größten Abnehmern von CmiA zu gehören. Im Rahmen unserer internationalen CSR-Strategie haben wir uns im Bereich „Fair handeln“ und „Ressourcen schonen“ das Ziel gesetzt, unsere Baumwolle für unser textiles Sortiment bis Ende 2022 nachhaltiger zu beschaffen. Dabei ist CmiA-verifizierte Baumwolle ein wichtiger Baustein bei der Erreichung der Selbstverpflichtung, die wir uns gegeben haben. Durch den Einsatz von CmiA-verifizierter Baumwolle unterstützen wir Bauern vor Ort in Afrika und fördern den umweltschonenden Anbau.“ Anna Rensing, Bereichsleiterin Qualitätsentwicklung und verantwortlich für die Produktnachhaltigkeit bei Ernsting‘s family ergänzt: „CmiA ist seit 2010 ein starker und verlässlicher Partner an unserer Seite und wird auch künftig eine wichtige Rolle spielen, um unser ehrgeiziges Ziel der vollständigen Produktzertifizierung unserer Artikel im Naturfaserbereich zu erreichen. Dies zeigt sich u. a. in den steigenden Anteiligkeiten von CmiA, die wir vom Kalenderjahr 2020 auf 2021 um fast 487 % steigern konnten. CmiA ist nicht nur ein langjähriger Partner, sondern hat gerade in diesen volatilen und herausfordernden Zeiten ein hohes Maß an Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit bewiesen, was wir sehr schätzen.“

Cotton made in Africa arbeitet nach einem Lizenzgebührenmodell, bei dem alle Textilunternehmen für die verifizierte CmiA-Baumwolle Lizenzgebühren an die Initiative bezahlen. Das Geld reinvestiert die Initiative in den Anbauregionen in Afrika. Es fließt zum Beispiel in die Kosten für die regelmäßig von externen Auditoren durchgeführten Zertifizierungen auf dem Feld und in den Entkörnungsanlagen[1], um die Einhaltung der sozialen, ökologischen und ökonomischen Nachhaltigkeitskriterien zu überwachen. Anhand der externen Kontrollen wird sichergestellt, dass die Ausschlusskriterien wie das Verbot von genverändertem Saatgut, der Ausschluss von Bewässerung, von Kinderarbeit sowie bestimmter Pestizide gemäß internationalen Konventionen beachtet werden und die Entwicklungskriterien, wie Maßnahmen zum Erhalt der Bodenfruchtbarkeit oder für die Gleichberechtigung von Mann und Frau, verbessert werden. Einnahmen aus Lizenzen fließen darüber hinaus in agrar- und betriebswirtschaftliche Schulungen für die Kleinbauern. Die Aid by Trade Foundation investiert aktuell zunehmend in Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel oder zur Reduktion der Klimaauswirkungen des Baumwollanbaus und der Entkörnung. So wird in Kooperation mit atmosfair der Aufbau einer Kohlenstoffdioxid-neutralen Baumwollproduktion von CmiA gefördert und in einem weiteren Projekt mit Partnern rund 2,8 Millionen Euro in den Aufbau von nachhaltigem Bodenmanagement investiert.


Über die Aid by Trade Foundation & Cotton made in Africa (CmiA)
Cotton made in Africa (CmiA) ist ein international anerkanntes Siegel für nachhaltig produzierte Baumwolle aus Afrika und wurde im Jahr 2005 gegründet. Träger der Initiative ist die Aid by Trade Foundation (AbTF) mit Sitz in Hamburg. Mit einem der weltweit führenden Standards für nachhaltige Baumwolle setzt die Stiftung ihre Ziele um: Die Einnahmen aus Lizenzen für CmiA zertifizierte Baumwolle werden, den Mechanismen eines Social Business folgend, in den Baumwollanbaugebieten Subsahara-Afrikas reinvestiert, um die Arbeitsbedingungen von Baumwollbauern sowie ihre Lebensbedingungen und die ihrer Familien in Subsahara-Afrika zu verbessern und die Umwelt zu schützen. Mehr Informationen unter http://www.cottonmadeinafrica.org.


[1] Bei den Entkörnungsanlagen handelt es sich um Fabriken, in denen die Baumwollfaser von den Samen getrennt wird.

Baumwolle wird aufgrund unterschiedlicher Klimazonen in Subsahara Afrika je nach Projektland zu unterschiedlichen Zeiten angebaut, geerntet und entkörnt. Die Angaben geben einen Rückblick auf die Saison 2020/2021. Die Zahlen sind gerundet und umfassen CmiA und CmiA Organic.


Bild: Martin J.Kielmann
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