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Gebr. Otto auf der Techtextil
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Technische Spinnerei mit spezialisiertem Portfolio

Gebr. Otto wird sich auf der diesjährigen Techtextil, vom 21. bis 24. Juni, in Frankfurt präsentieren. Das Dietenheimer Textilunternehmen bietet ein ausgesuchtes Sortiment an funktionalen High-Tech-Garnen, beispielsweise aus leitfähigen, hochfesten und flammfesten Fasern. Zielsetzung der Messeteilnahme ist für Gebr. Otto der persönliche Kundenkontakt sowie das Ausbauen regionaler Technologieketten. Der Anbieter textiler Lösungen präsentiert sich, wie in den vergangenen Jahren, auf dem BW-i-Gemeinschaftsstand, zu finden in Halle 12.1., Standnummer C80.

Nachfrage nach technischen Garnen steigend
„In der Branche kennt man Gebr. Otto meistens wegen seiner Baumwollgarne und -zwirne“, weiß Robin Hefter, der bei Gebr. Otto den Bereich der technischen Textilien verantwortet. Baumwolle ist die Faser, die in der Spinnerei des Unternehmens hauptsächlich versponnen wird. Sie steht seit mehr als 100 Jahren für das Hauptgeschäftsfeld von Gebr. Otto. Dagegen sind die technischen Garne, im Programm seit gut fünf Jahren, noch relative Newcomer. Rund 10 Prozent der Produktionsleistung entfallen auf diesen Bereich – Tendenz steigend. „Technische Textilien haben sich in den vergangenen Jahren als Wachstumssektor erwiesen“, erklärt Hefter. „Bedingt durch die aktuellen politischen Ereignisse hat die Nachfrage nochmal stark angezogen.“

Portfolio mit Schutzcharakter
Der Bereichsleiter bezieht sich dabei speziell auf den Bereich der persönlichen Schutzausrüstung, für Bekleidung und Handschuhe. Für den Einsatz in diesen Bereichen sind die funktionalen Hochleistungsgarne, vielfach auf High-Tech-Faser-Basis, von Gebr. Otto ausgelegt. Neben flammhemmenden Garnen aus Meta-Aramid verarbeitet Gebr. Otto beispielsweise antistatische oder leitfähige Fasern.

Normalerweise sind viele Chemiefasern aufgrund ihrer geringen Feuchtigkeitsaufnahme leicht elektrisch aufladbar, ohne sich jedoch wieder selbst entladen zu können. Deshalb kommt es zu unerwünschten Entladungen, vielleicht beim nächsten Händeschütteln. Eine solche Entladung kann in manchen Situationen lebensgefährlich sein. Robin Hefter: „Man stelle sich ein Team beim Boxenstopp in der Formel 1 vor, beim Betanken eines Rennwagens unter Zeitdruck. Da darf es keinen noch so kleinen Funken geben.“ Gebr. Otto mischt deshalb den technischen Garnen antistatische Fasern bei; sie vermeiden die elektrostatische Aufladung und bieten neben Boxenstopp-Teams auch jedem Tankwart Sicherheit. Ist elektrische Leitfähigkeit gewünscht, werden den Fasern leitfähige Fasern beigemischt. Hochfeste Fasern kommen zum Einsatz, wenn hohe oder höchste Reißfestigkeit erreicht werden soll.

Weniger um Sicherheit denn um Farbechtheit geht es bei spinngefärbten Garnen. Die Fasern nehmen die Pigmente homogener auf, als wenn sie als Garn gefärbt werden. Sie bieten große Farbechtheiten und bleichen deutlich weniger in der Sonne aus, da die Pigmentteilchen in der Faser besser eingeschlossen sind.

Regionale Technologieketten ausbauen
Ebenso wie bei der letzten Techtextil präsentiert sich Gebr. Otto wieder auf dem Stand des BW-i in Halle 12.1, Stand C80. BW-i steht für Baden-Württemberg international, die zentrale Standortförderung des Landes. „Auf diesem Stand sind zahlreiche pfiffige Unternehmen an einem Ort, das sorgt für eine gute Besucherresonanz“, so Robin Hefter. Auch der Gedanke der regionalen Vernetzung werde hier gelebt. Diesen Ansatz verfolgt Gebr. Otto in allen Unternehmensbereichen. Beispielsweise treibt der Garnhersteller in seinem Baumwollsegment die Initiative Regio:Tex voran. Zusammen mit sieben weiteren Textilunternehmen, dem Branchenverband Südwesttextil und der Nachhaltigkeitsberatung Sustainable Thinking will Gebr. Otto regional hergestellten Textilien mehr Sichtbarkeit und Wertschätzung verschaffen. Auch bei den technischen Garnen sind die Vorteile laut Hefter nicht von der Hand zu weisen, wie er an einem Beispiel erklärt: „Ein Verarbeiter unserer Produkte hat seinen Sitz ebenfalls im südlichen Baden-Württemberg. Da sind die Wege kurz und wir können bei Bedarf spontan reagieren. Als Mittelständler sind außerdem die Strukturen ähnlich, was die Zusammenarbeit vereinfacht.“

https://www.otto-garne.com


Bild: Ralph Koch für Gebr. Otto
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