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Gebremste Konjunkturerholung zum Jahresende
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Die Konjunktur der Textil- und Modeindustrie hat sich in den vergangenen Monaten trotz Beschaffungsschwierigkeiten und anhaltender Corona-Einschränkungen sukzessive verbessert. Auch im Oktober erholen sich die Werte insbesondere im Bekleidungssegment, weniger bei Textil. Zum Jahresende verdüstert sich die Lage aufgrund der anhaltenden Beschaffungsprobleme, hoher Preise für Energie und Vorprodukte und nicht zuletzt durch das nochmals eingeschränkte Weihnachtsgeschäft. Die Einschätzungen der Unternehmen werden wieder spürbar pessimistischer.

Die Umsätze sinken im Monat Oktober im Vorjahresvergleich leicht um -0,7 %. Der Grund dafür ist der Rückgang von -2,3 % bei Textil. Der Bekleidungsumsatz kann im Oktober um +2,6 % zulegen. Insgesamt hat Textil jedoch in den vergangenen zehn Monaten +7,4 % mehr Umsatz erwirtschaftet, Bekleidung liegt zwei Monate vor Jahresende noch mit -0,6 % leicht im Minus. Die wirtschaftliche Lage in der Industrie und in konsumnahen Wirtschaftsbereichen hat sich durch anhaltende Beschaffungsschwierigkeiten und die Corona-Lage wieder eingetrübt. Ob die Umsatzwerte zum Jahresende weiter gegenüber dem Vorjahr zulegen können, ist daher aktuell wieder ungewiss.

Die Beschäftigung liegt noch unter den Vorjahreswerten, erholt sich aber langsam: Ende Oktober waren in der Branche insgesamt -3,1 % weniger Menschen als im Vorjahr beschäftigt. Im Durchschnitt der vergangenen zehn Monate waren es noch -4,6 %. Bei der Bewertung der Beschäftigungszahlen sind jedoch auch die anhaltenden Nachwuchs- und Rekrutierungsprobleme zu berücksichtigen.

Die inländische Produktion steigt insgesamt, auch wenn es bei Textil im aktuellen Monat Oktober zu einem Rückschlag kam. Textil hat per Oktober +7,2 % mehr Produktion gemeldet als noch im Vorjahreszeitraum. Bekleidung hat in der zweiten Jahreshälfte zweistellige Zuwächse verbucht, liegt aber noch mit -0,7 % leicht unter dem Produktionswert von 2020.

Die Auftragseingänge und Auftragsbestände zeigen insgesamt ein positives Bild von der Entwicklung der Gesamtbranche im laufenden Jahr.

Die Erzeugerpreise blieben in der Vergangenheit stets nahezu unverändert. Im Zuge der starken Preissteigerungen bei der Beschaffung hat sich das Bild nun insbesondere bei Textil deutlich gewandelt: Im laufenden Jahr steigen die Preise um +2,2 % bei Textil und um +0,6 % bei Bekleidung, Tendenz in beiden Segmenten weiterhin steigend.

Der Umsatz im Bekleidungseinzelhandel ist noch nicht aus der Krise. Einzelne starke Monate reichen noch nicht, um an die Umsätze des ohnehin schwachen Vorjahres heranzukommen: Im Oktober steigen die Umsätze im Bekleidungseinzelhandel zwar um 6,4 %, auf Jahressicht liegen sie jedoch immer noch um -11,6 % unter dem Vorjahreszeitraum. Dass die Preise im selben Zeitraum um +0,4 % gestiegen sind, ist nur ein schwacher Trost.

Im Außenhandel zeigen sich für Bekleidung gute Zahlen: +4,4 % mehr Exporte per Oktober, Tendenz steigend.

Die aktuellen Exporterwartungen der Unternehmen sind Ende des Jahres 2021 jedoch deutlich pessimistischer. Zwar steigen auch die Exportwerte für Textil (+3,6 % per Oktober), aber auch hier ist der Monat Oktober mit einem Exportrückgang von -5,1 % ein schlechter Monat.

Der Einfuhrüberschuss sinkt per Oktober um -27,2 %.

Die Rohstoffeinfuhren steigen im Vergleich zum Vorjahr per Oktober um +20,6 %, wobei dieser überproportionale Anstieg auf deutlich gestiegene Preise zurückzuführen ist.

ifo-Konjunkturklimaindex Dezember 2021
Die Umfragewerte für das gesamte verarbeitende Gewerbe stagnieren nach einem zwischenzeitlichen Hoch Mitte des Jahres auf dem Niveau vom Februar. Textil folgte dieser Entwicklung im Wesentlichen, während bei Bekleidung die Unternehmen gegen den Trend der Industrie die Lage und insbesondere die Zukunftsaussichten immer optimistischer beurteilten. Im Dezember fällt das Geschäftsklima jedoch nicht nur bei Textil, sondern insbesondere bei Bekleidung deutlich. Auffällig sind dabei die sehr pessimistischen Einschätzungen der Exportaussichten. Aber auch die bisher ungewöhnlich positive Einschätzung von Aufträgen, Lagerbeständen und Preisen hat im Dezember einen Dämpfer erlitten.
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