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Knitting the Future. 3D Printing meets Merino Wool
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"Knitting the Future. 3D Printing meets Merino Wool” zeigt fortschrittliches Modedesign auf der Basis einer neuartigen 3D-Drucktechnologie für Textilien und weckt das Interesse führender Modemarken

Im Vorfeld der in der nächsten Woche stattfindenden Mailänder Designwoche hat D-house, die innovative 3D-Textildrucktechnologie von Stratasys eingesetzt. D-house ist ein urbanes Labor, in dem Forschungs- und Entwicklungsarbeiten unter Einsatz modernster Technologie durchgeführt werden, um Designer bei der Entdeckung neuer Modeanwendungen zu inspirieren und anzuleiten. Die bahnbrechende Kollektion „Knitting the Future. 3D Printing meets Merino Wool' entstand in Zusammenarbeit mit The Woolmark Company, einer gemeinnützigen Organisation für australische Wolle, und Stratasys, einem weltweit führenden Unternehmen für 3D-Druck.
D-house wurde von Dyloan gegründet, einem führenden italienischen Hersteller, der seit 1987 den High-End-Modesektor beliefert und dafür bekannt ist, mithilfe modernster Technologien neue Designs für Modemarken zu entwickeln. Für 'Knitting the Future. 3D Printing meets Merino Wool” haben drei internationale Designer und vier Studenten des Royal College of Art in London mit Unterstützung mehrerer italienischer Stricker- und Spinnereien erfolgreich einzigartige Muster mit der 3D-Technologie PolyJet J850™ 3DFashion direkt auf Strickwaren aus Merinowolle gedruckt. Der von Stratasys entwickelte 3D-Druck auf Textilien wurde erstmals von Designern auf der New York Fashion Week 2019 vorgeführt. Die neueste Errungenschaft, der Direktdruck auf Wolle, ist eine Branchenneuheit.

Zu den inspirierendsten Outfits der Kollektion gehört „Illusion”, ein eleganter Jacquard-Mantel mit einem vierfarbigen 3D-Effekt, den die Designer Vittorio Branchizio und Uroš Mihić in Zusammenarbeit mit Maglificio MAS entworfen haben. Die Textur des 3D-Drucks, die an Würfel erinnert, erzeugt die Illusion schillernder Farbnuancen, ein optisches Spiel, das sich je nach Betrachtungswinkel verändert. Um den auffälligen Farbeffekt zu erzielen, wurde von den Designern ein Raster aus hohlen Würfeln direkt auf die Rückseite des Jersey-Strickmantels 3D-gedruckt. Sie wurden dann in einer präzisen Konfiguration angeordnet, damit die Oberflächen die Farbe filtern können, was eine Veränderung der Töne und Schattierungen bewirkt. Die Designer fügten dem Stoff aus 100 % Merinowolle einen duroplastischen Faden hinzu, um dem Kleidungsstück zusätzliche Struktur zu verleihen.
Eine weitere, ebenso elegante Kreation des renommierten Designers Matteo Cibic ist „//WOOOL//”, die in Zusammenarbeit mit Maglificio Miles entstand und Outfits für Männer und Frauen in einem kreativen Designstil umfasst. Alle Teile sind aus reinen Merinowollgarnen gefertigt und zeigen eine Reihe von 3D-Effekten, die direkt auf den Stoff gedruckt wurden. Der Schlüssel zu diesem Konzept war die Verwendung von 3D-Druck zur Herstellung transparenter Volumen, die Formen enthalten und damit einen holografischen Effekt erzeugen. Mit der 3D-Textildrucktechnologie PolyJet J850 3DFashion konnte Cibic eine Reihe von hochtransparenten 3D-Strukturen erstellen. Diese wurden direkt auf die Merinowolle gedruckt und enthalten dünne Innenstreifen mit kontrastierenden Mustern und Farben. Durch die transparente, linsenartige Struktur erscheinen die Muster in unterschiedlichen Perspektiven.

„Was mich bei dieser 3D-Drucktechnologie sofort überrascht hat, ist die Pantone-Farbgenauigkeit. Wir können die gewünschte Farbe ohne Abweichungen erzeugen – ein unverzichtbares Kriterium bei der Zusammenarbeit mit Modeschöpfern”, erklärte Loreto Di Rienzo, der D-house gegründet hat und zusammen mit seiner Schwester Anna Maria (von Dyloan) leitet.

„Darüber hinaus ermöglichen uns die verschiedenen verfügbaren Materialeigenschaften, unsere Designfreiheit auf ein neues Niveau zu heben ”, so Di Rienzo weiter. Wir können nicht nur verschiedene Texturen und Oberflächen direkt 3D-drucken, sondern auch funktionale Elemente in das Kleidungsstück integrieren. Dank dieser Möglichkeiten sind wir in der Lage, unseren Kunden eine Reihe von herausragenden ästhetischen und höchst kreativen Alternativen anzubieten.”

Die neuen Designmöglichkeiten interessieren auch führende Modemarken
Die Fortschritte beim Direktdruck auf Textilien, die mit der 3D-Textildrucktechnologie PolyJet J850 3DFashion erzielt wurden und Mode-Designern neue Möglichkeiten bieten, sind nicht unbemerkt geblieben. Di Rienzo bestätigte Gespräche mit mehreren führenden Modemarken über neue bevorstehende Projekte. Das Team von D-house erforscht auch völlig neue Produktionsmethoden für High-Fashion-Kleidung, Taschen und Schuhe, einschließlich der Kombination der 3D-Textildrucktechnologie mit anderen Verfahren wie Thermoformung, sowie den Einsatz der Technologie zur Reparatur alter Kleidungsstücke, um die Nachhaltigkeit in der Branche weiter zu erhöhen.

„Der 3D-Druck ermöglicht uns die Herstellung komplexer Designgeometrien, die auf andere Weise nicht möglich sind. Mein Traum ist, ein fertiges Kleidungsstück zu kreieren, das komplett im 3D-Druck hergestellt wird”, sagte Di Rienzo. Die Technologie bietet dekorative und funktionelle Möglichkeiten, die wir derzeit erforschen und die uns zweifellos zu neuen und unerwarteten Anwendungen führen werden. Was die Materialien betrifft, so glaube ich, dass wir in den nächsten Jahren nicht unbedingt Stoffe verwenden müssen. Neue Materialien sind in Entwicklung, und mit dem 3D-Druck auf Textilien werden wir in der Lage sein, sie zur Herstellung einer neuen Kategorie von Kleidungsstücken zu verwenden.
„Auch unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit – ein wichtiges Thema in der Welt der High-End-Mode – gibt uns der 3D-Druck die Möglichkeit, Teile individuell zu gestalten und nur in den benötigten Mengen zu produzieren. Das ist einer der Gründe für unsere enge Partnerschaft mit Stratasys, die für die Weiterentwicklung unseres Unternehmens von entscheidender Bedeutung ist”, sagte er.

Laut Naomi Kaempfer, Creative Director für Kunst, Design und Mode bei Stratasys, konzentriert sich das Unternehmen auf die Herstellung von 3D-Modebekleidung, die den hohen Standards exklusiver Marken entspricht und für den Luxus- und Haute-Couture-Markt bestimmt ist.

„In den letzten fünf Jahren hat der 3D-Druck bei unseren Modedesign-Kollektionen für Schlagzeilen gesorgt. In Zusammenarbeit mit bekannten Modemarken konzentrieren wir uns auf Verzierungen mit neuartiger mathematischer Ästhetik, die optische Illusionen auslösen. Und auch dank einer hochgradig rechenintensiven 3D-Designsoftware wird damit die Messlatte für eine neue ästhetische Sprache auf dem Modemarkt höher gelegt”, sagte sie abschließend.
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