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Bundesministerin Prof. Dr. Wanka mit Dr. Gloy, Bild: A. Lemke
"Neue soziotechnische Systeme der Textilbranche" (SozioTex) ausgezeichnet
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BMBF prämiert Forschergruppe am ITA zur Mensch-Technik-Interaktion für innovative Produktionsprozesse in der Textilbranche

Der ITA-Wissenschaftler Dr.-Ing. Yves Simon Gloy vom Institut für Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen University wurde im Wettbewerb „Interdisziplinärer Kompetenzaufbau – Mensch-Technik-Interaktion für den demografischen Wandel“ gemeinsam mit sieben anderen Preisträgern ausgezeichnet. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat diesen Wettbewerb für besonders talentierte Postdoktorandinnen und –doktoranden ausgeschrieben.

Das Thema der Forschungsgruppe von Dr. Yves-Simon Gloy, Adjunct Professor der Clemson University in South Carolina, lautet „Neue soziotechnische Systeme der Textilbranche (SozioTex)“. Die Besonderheit des Forschungsansatzes der Nachwuchsgruppe SozioTex ist, neue Produktionsverfahren nicht als rein technologisches, sondern ganzheitlich als soziotechnisches System aus Sicht der Ingenieurwissenschaften, Bildungswissenschaften, Organisations- und Techniksoziologie, Informatik und Mechatronik zu betrachten. Gloy kann nun mit Fördermitteln des BMBF in Höhe von 2,5 Mio. € in den nächsten fünf Jahren eine eigene Forschergruppe aufbauen, die am ITA interdisziplinär unter Einbeziehung der Kompetenzen des Institutes für Soziologie (IfS) der RWTH Aachen University arbeitet und vor allem die Belange der alternden Gesellschaft berücksichtigt. Bundesministerin Prof. Dr. Wanka überreichte Dr. Gloy und den anderen Gewinnern des Wettbewerbs am 15. Januar in Berlin die Zuwendungsurkunden.

‚SozioTex‘ unterstützt den erfolgreichen Einsatz von neuen textilen Produktionstechniken und berücksichtigt alle Altersgruppen der Beschäftigten

Der Erfolg der Textilbranche in Deutschland hängt stark vom Einsatz innovativer und ressourceneffizienter Produktionsverfahren ab. Diese Produktionsverfahren und -techniken sind i.d.R. computerunterstützt. Gleichzeitig wächst in den Textilunternehmen der Anteil der Beschäftigten über sechzig Jahre, die nicht mit den „Neuen Medien“ aufgewachsen sind. Auch „Digital Natives“, also Personen, die in der digitalen Welt großgeworden sind, benötigen Unterstützung beim Bedienen innovativer, vernetzter Produktions-Technologien, die unter dem Stichwort „Industrie 4.0“ – also informatisierter Industrie – aktuell erforscht werden. Mit den Ergebnissen von SozioTex werden Beschäftigte jeder Altersgruppe in die Lage versetzt, innovative Produktionsverfahren in der Textilbranche effizient zu nutzen.

Das Ziel ist, die Ergebnisse von SozioTex in der Textilbranche zu optimieren und in andere Branchen zu übertragen. Dabei betrachtet die Arbeitsgruppe nicht nur den technischen Aspekt, sondern auch Personal- und Organisationsfragen sowie Organisations- und Ausbildungsformen: Welche Formen der Ausbildung und des Kompetenzerwerbs werden den Anforderungen einer „Industrie 4.0“-Produktion gerecht, um innovative Produktionsverfahren adäquat handeln zu können? Wie kann die digitale Vernetzung von Maschinen und Arbeitsplätzen das Lernen am Arbeitsplatz unterstützen, in dem z. B. Bedienungs-Szenarien virtuell an einem Tablet-PC „durchgespielt“ werden vor einer konkreten Umsetzung in der Realität? (s. dazu Bild 2 und 3)

„Industrie 4.0-Lösungen“

In Kooperationen mit Industrie- und Forschungspartner wird geprüft, wie bestehende „Industrie 4.0-Lösungen“ auf die Textilbranche übertragen und angepasst werden können. Ermittelt wird auch, welche Auswirkungen die „Industrie 4.0“-Entwicklungen auf die Belegschaft haben können. Denn die Einführung des „Industrie 4.0“-Ansatzes kann aus Sicht der Nachwuchsgruppe SozioTex nur dann gelingen, wenn Kompetenzen und Bedarfe der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von vornherein bei der Umgestaltung berücksichtigt werden. Sie sind diejenigen, die die Systeme täglich nutzen und hierfür notwendige Qualifikationen erwerben müssen.

Schließlich analysiert die Nachwuchsgruppe SozioTex, wie anschlussfähig die Unternehmen der Textilindustrie an aktuelle Trends in der Produktions- und Fertigungstechnik sind. Anschlussfähig ist ein Unternehmen oder eine Organisation beispielsweise, wenn gezielt soziale Innovationen wie der Aufbau von beruflichen Kompetenzen gefördert werden.
Letztlich fließen die Forschungsergebnisse in ein evaluiertes Konzept für die Optimierung soziotechnischer Systeme in die Textilbranche mit Übertragungsperspektive auf andere Branchen ein. Dabei werden ethische, rechtliche und soziale Implikationen der aktuellen technologischen Entwicklung in der Produktionswirtschaft berücksichtigt.

„Als Ingenieur treibt mich an, dass ich aus technischen Ideen Wirklichkeiten entstehen lasse. Dabei fasziniert mich das Zusammenspiel von Wissenschaft, Lehre und Unternehmertum“, fasst Nachwuchsgruppenleiter Dr. Yves-Simon Gloy seine Motivation zusammen.

Technik muss dem Menschen dienen, nicht umgekehrt

Das Miteinander von Mensch und Technik verändert sich rasant. Immer mehr Menschen arbeiten vernetzt, nutzen beispielsweise Einparkhilfen, Fitnessarmbänder oder intelligente Mobilitätslotsen. Wie Menschen künftig noch stärker von technischen Unterstützungssystemen im Alltag profitieren können und eine Gesellschaft des längeren und guten Lebens in die Praxis umgesetzt werden kann, erforschen jetzt acht interdisziplinäre Forschergruppen. Das BMBF investiert insgesamt rund 22 Millionen Euro in die Förderung der acht Nachwuchsgruppen. Prof. Dr. Wanka ist der Überzeugung: „Technik muss dem Menschen dienen, nicht umgekehrt“.

Hintergrund

Der BMBF-Förderschwerpunkt „Mensch-Technik-Interaktion für den demografischen Wandel“ ist ein wichtiger Baustein in der nationalen Forschungsagenda „Das Alter hat Zukunft“ und der Demographie-Strategie der Bundesregierung. Alle Siegerprojekte des Nachwuchswettbewerbs knüpfen direkt an die Ziele der „Neuen Hightech-Strategie – Innovationen für Deutschland“ an, die aus Ideen Innovationen macht. Sie knüpft Verbindungen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, Forschung und Gesellschaft. So schafft sie Zukunftschancen und die Arbeitsplätze von morgen.
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