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Marktposition und Wirkung nachhaltig verifizierter Naturfasern gestärkt
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Aid by Trade Foundation stellt Jahresbericht 2025 vor

Die Aid by Trade Foundation (AbTF) konnte 2025 ihre globale Rolle für nachhaltig verifizierte Naturfasern weiter ausbauen - trotz weltweiter Herausforderungen in den Lieferketten. Dabei bleibt die Stiftung dem Prinzip der Marktaktivierung treu. Im vergangenen Jahr erzielte die Stiftung Gesamteinnahmen von 7,8 Millionen Euro. Davon wurden 6,7 Millionen Euro durch die erfolgreiche Vermarktung der vier Standards – Cotton made in Africa (CmiA), CmiA Organic, The Good Cashmere Standard (GCS) und dem Regenerative Cotton Standard (RCS) – generiert. Die Einnahmen investierte die AbTF unter anderem in Projekte zum Schutz der Biodiversität sowie zur Unterstützung von Frauen, den Ausbau der Transparenz in der textilen Lieferkette und das Verifizierungssystem.

Glaubwürdig sein, Gerechtigkeit im Welthandel schaffen
"Glaubwürdig sein, verlässlich zu den eigenen Werten stehen und aus Überzeugung handeln. Das prägt die Arbeit der Aid by Trade Foundation", sagt Prof. Dr. Michael Otto, Unternehmer und Gründer der AbTF. "Gerade in Zeiten weltpolitischer Umbrüche und allen gegenteiligen Behauptungen zum Trotz bleibt eine Einsicht unverändert gültig: Die drängenden globalen Herausforderungen lassen sich nur bewältigen, wenn wir Ökosysteme schützen und mehr Gerechtigkeit im Welthandel schaffen. Die Frage ist längst nicht mehr, ob wir handeln müssen – sondern ob wir es noch rechtzeitig tun."

Seit 2005 hat sich Cotton made in Africa zu einem führenden Standard für nachhaltige Baumwolle entwickelt. Im Jahr 2025 bauten bereits rund 715.000 Kleinbäuer*innen in zehn afrikanischen Ländern Baumwolle nach Cotton made in Africa oder Cotton made in Africa Organic an. 36,4 Prozent der gesamten in Afrika produzierten Baumwolle ist mittlerweile CmiA- oder CmiA Organic verifiziert. CmiA Organic verbindet die ökologischen Vorteile des biologischen Baumwollanbaus mit gezielter sozialer und wirtschaftlicher Unterstützung. Mittlerweile profitieren rund 43.000 Kleinbäuer*innen in vier afrikanischen Ländern von Cotton made in Africa Organic – 32 Prozent mehr als im Vorjahr. Der 2023 eingeführte Regenerative Cotton Standard zur Förderung der Bodengesundheit und Biodiversität wurde erfolgreich in Indien und Tansania ausgebaut. In Tansania stieg die Zahl der teilnehmenden Bäuer*innen, welche die Kriterien des RCS anwenden, im Jahr 2025 um beachtliche 87,8 Prozent auf insgesamt rund 36.600. Mit einem Anstieg von 3,7 Prozent verarbeiten inzwischen über 2.800 Partner in 50 Textilproduktionsmärkten die nach den unterschiedlichen AbTF Standards verifizierte Baumwolle.

The Good Cashmere Standard ist der weltweit erste Standard für nachhaltig produziertes Kaschmir aus der Inneren Mongolei, bei dem das Tierwohl im Vordergrund steht. Er verzeichnete im Jahr 2025 eine Rekordnachfrage: Mehr als 1,2 Millionen Kleidungsstücke wurden mit dem GCS-Label ausgezeichnet. Die Zahl der Modemarken und Einzelhändler stieg im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 20 Prozent auf 71 Partner aus 13 Ländern.

Neue Maßstäbe bei der Rückverfolgbarkeit: Der AbTF Transparency Standard
Um die Integrität rückverfolgbarer Baumwollprodukte weiter zu stärken, hat die AbTF im Jahr 2025 ihren neuen Transparency Standard entwickelt. Dieser führt eine zusätzliche Ebene von unabhängigen Dritten durchgeführte Verifizierung und Lieferkettensicherung ein. Er baut auf dem etablierten Chain-of-Custody-Modell und dem benutzerfreundlichen Tracking-System der Stiftung auf. Damit unterstützt die AbTF Modemarken und Einzelhändler effektiv bei der Erfüllung ihrer wachsenden ESG-Anforderungen.

Der Mensch im Mittelpunkt: Das CmiA Community Cooperation Programme (CCCP)
Für die AbTF ist die Verbesserung der Lebensbedingungen der Erzeuger*innen vor Ort ein zentrales Anliegen. Über das CmiA Community Cooperation Programme (CCCP) wurden bis Ende 2025 insgesamt 93 Projekte erfolgreich umgesetzt – darunter unter anderem 218 Brunnen gebohrt, 144 Klassenräume gebaut und 109 Frauenclubs gefördert. Hunderttausende Menschen erhielten so Zugang zu sauberem Trinkwasser, Schulbildung, Sanitäranlagen oder eine medizinische Basisversorgung.

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