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Studie belegt Umweltauswirkungen von CmiA Organic-Baumwolle aus Tansania
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Die Aid by Trade Foundation (AbTF) gibt heute die Ergebnisse einer umfassenden Lebenszyklusanalyse (LCA) zu Cotton made in Africa Organic (CmiA Organic) aus Tansania bekannt. Die Studie unterstreicht den geringen ökologischen Fußabdruck der Baumwolle. Dies ist vor allem dem Verzicht auf synthetische Pestizide, Kunstdünger und künstliche Bewässerung zu verdanken. Die Studie unterstreicht, dass CmiA-Bio-Baumwolle die Textilindustrie unterstützt, gesetzliche Vorschriften einzuhalten – und dies auf Basis wissenschaftlich fundierter Zielvorgaben. Gleichzeitig zeigt die Studie auf, wie stark die Folgen des Klimawandels inzwischen die Existenzgrundlage dieser Baumwollfarmer*innen bedrohen, obwohl die kleinbäuerliche Landwirtschaft, die sie betreiben, kaum zum Klimawandel beiträgt.

Die Studienergebnisse – Teil einer größeren, kritisch geprüften LCA von Textile Exchange – quantifizieren die Umweltauswirkungen von CmiA-Baumwolle aus Tansania vom Anbau bis zum Entkörnungsbetrieb und belegen, dass diese aus einem umweltschonenden, regenfeldbasierten Produktionsmodell stammt. Dieser Ansatz zeichnet sich durch den vollständigen Verzicht der Kleinbäuer*innen auf Mineraldünger und synthetische Pestizide, eine begrenzte Mechanisierung und den Verzicht auf gentechnisch verändertes Saatgut aus. Infolgedessen sind für die Umwelt kritische Folgen industrieller Baumwollanbau-Systeme, wie beispielsweise die Düngemittelherstellung oder der Verbrauch von sogenanntem blauem Wasser[1], für CmiA Organic-Baumwolle aus Tansania vernachlässigbar. So werden weniger als ein Kilogramm CO2-Äquivalente pro Kilogramm entkörnter Baumwollfaser emittiert. Außerdem wird durch biodiversitätsfördernde Maßnahmen und natürliche Methoden, wie die Verwendung von Pflanzenkohle oder Bokashi, die Bodenfruchtbarkeit erhöht und gleichzeitig das Grundwasser geschützt.

CmiA Organic unterstützt die Textilindustrie, regulatorische Anforderungen sowie Science Based Targets zu erfüllen
Alexandra Perschau, Head of Standards & Outreach der Aid by Trade Foundation, betont: „Die Ergebnisse der LCA liefern wertvolle Einblicke in die Umweltleistung von CmiA Organic-Baumwolle und bekräftigt unser Engagement für Transparenz und kontinuierliche Verbesserungen im Umweltschutz. Die Ergebnisse unterstreichen die inhärenten Nachhaltigkeitsvorteile der biologischen Anbaupraktiken entsprechend des CmiA Organic-Standards, der das ökologische Gleichgewicht und das Wohlergehen der Bäuer*innen priorisiert. Modemarken und Textilunternehmen, die CmiA Organic-Baumwolle nutzen, haben die Chance, den zunehmenden regulatorischen Transparenzvorgaben sowie ihren Science-Based Targets nachzukommen.“

Danique Lodewijks, Managerin für nachhaltige Rohstoffe bei Bestseller, betont: „Die Beschaffung von Cotton made in Africa Organic unterstützt unseren Übergang von der konventionellen zur Bio-Baumwollproduktion und sorgt für mehr Transparenz. Kooperationen wie die mit der Aid by Trade Foundation sind unerlässlich, damit wir unsere Ziele im Bereich Bio-Baumwolle erreichen können.”

Klimagerechtigkeit für afrikanische Kleinbäuer*innen
Das Ergebnis der LCA-Studie unterstreicht auch das Thema Klimagerechtigkeit für Kleinbäuer*innen in den Baumwollgebieten: Sie leiden massiv unter den Folgen des Klimawandels in Form von Dürren, unberechenbaren Niederschlagsmustern und Starkregenfällen. Diese erschweren Aussaat, Wuchs und Ernte der Baumwollpflanzen. Die Baumwollpflanzen werden geschwächt und immer häufiger von Schädlingen befallen. Die Folgen für die Baumwollbäuer*innen sind existenzbedrohend – obwohl ihre Form der Landwirtschaft kaum zum Klimawandel beiträgt, wie die Studie nun zeigt. Umso wichtiger ist der holistische Ansatz von Cotton made in Africa, der sich auf den Erhalt der Biodiversität, der Bodengesundheit sowie den Schutz natürlicher Ressourcen konzentriert. Die Baumwollproduzent*innen werden durch umfassende Schulungen in die Lage versetzt, ihre Landwirtschaft klimawandelresilient zu gestalten – um auf diese Weise dem Baumwollanbau, sich und ihren Familien eine Zukunft zu geben.

Ergänzende Informationen:  
• Die gesamten Auswirkungen auf den Klimawandel für die tansanische CmiA Organic-Baumwolle betragen etwa 0,89 kg CO2-Äquivalente(kg CO2e)pro Kilogramm Faser. Feldemissionen aus dem Stickstoffumsatz sind die Hauptverursacher und machen etwa 0,59 kg CO2-Äquivalente aus. Der Energieverbrauch und dieEntkörnungsanlagestelleneinen sekundären Hotspot mit etwa 0,20 kg CO2-Äquivalenten dar. Andere Lebenszyklusphasen, wie Maschinennutzung und Transport, tragen 0,10 kg CO2-Äquivalente bei.  

• In der von Textile Exchange in Auftrag gegebenen LCA liegen die berichteten Auswirkungen auf den Klimawandel von 0,89 kg CO2-Äquivalenten pro Kilogramm Faser am unteren Ende des breiteren Bereichs der Cotton LCA-Studie (0,44 bis 4,17 kg CO2-Äquivalente pro Kilogramm Faser). Gleichzeitig betont die Studie, dass aufgrund der globalen Variabilität in Methodologien, Datenqualität und Anbauintensitäten keine vergleichenden Aussagen abgeleitet werden sollten.

• Die Studie kann hier heruntergeladen werden: https://cottonmadeinafrica.org/wp-content/uploads/LifeCycleAssessment-CmiAOrganic.pdf



[1] Zur Messung des Wasserfußabdrucks wird zwischen grünem, blauem und grauem Wasser unterschieden. Blaues Wasser ist die Menge an Oberflächen und Grundwasser, die für die Herstellung des betrachteten Produkts genutzt wird.

Bild: CmiA Organic-Baumwolle; Credit_Malicky Stanley Boaz für CmiA