Die Sympatex Technologies GmbH hat am 22. Januar 2026 einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahren wegen Zahlungsunfähigkeit beim Amtsgericht München gestellt. Das Gericht hat dem Antrag entsprochen und am heutigen Montag die vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Rechtsanwalt und Insolvenzverwalter Axel W. Bierbach von der Kanzlei Müller-Heydenreich Bierbach & Kollegen (München) bestellt. Auch über das Vermögen der Smart Solutions Holding GmbH, Muttergesellschaft der Sympatex Technologies GmbH, wurde ein Insolvenzantrag gestellt.
Die Insolvenzantragstellung war notwendig geworden, weil bei dem Unternehmen aufgrund anhaltender wirtschaftlicher Belastungen zuletzt Zahlungsunfähigkeit eingetreten ist.
Der operative Geschäftsbetrieb von Sympatex läuft uneingeschränkt weiter. Der vorläufige Insolvenzverwalter Bierbach wird alles daransetzen, dass Kundenaufträge weiterhin bearbeitet und laufende Projekte planmäßig umgesetzt werden können. Die Mitarbeitenden, Kunden und Lieferanten wurden am Montag bereits über die Situation informiert. Der vorläufige Insolvenzverwalter und sein Team haben unmittelbar begonnen, sich einen umfassenden Überblick über die wirtschaftliche Gesamtsituation der Sympatex Technologies GmbH zu verschaffen und werden in den kommenden Wochen sämtliche Fortführungsoptionen für das Unternehmen prüfen. Die Löhne und Gehälter der rund 70 Mitarbeitenden sind bis Ende März 2026 über das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit gesichert.
„Die Antragstellung ist das Ergebnis schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen, die zuletzt nicht mehr allein durch das operative Geschäft ausgeglichen werden konnten. Sympatex steht für Wissen, Haltung und Innovationskraft – und für Menschen, die dieses Unternehmen über Jahrzehnte nachhaltig geprägt haben“, sagt Kim Scholze, alleinige Geschäftsführerin der Sympatex Technologies GmbH seit Ende September 2025. „Das Insolvenzverfahren schafft den notwendigen Rahmen, um das Unternehmen in einem strukturierten Sanierungsprozess neu aufzustellen,“ so Kim Scholze.
„Sympatex verfügt über eine technologisch starke Position im Markt und Mitarbeitende mit umfassendem Spezialwissen. Ziel des Verfahrens ist es, diese Substanz zu sichern und eine tragfähige Lösung für die Zukunft des Unternehmens zu entwickeln. In den kommenden Wochen werden wir in enger Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung prüfen, wie das Unternehmen wirtschaftlich stabilisiert und für die Zukunft neu aufgestellt werden kann. Die Insolvenz bietet die Chance, Sympatex neu zu strukturieren und einen Start ohne die Altlasten der Vergangenheit zu ermöglichen“, sagte der vorläufige Insolvenzverwalter Axel W. Bierbach.