| Veranstaltungen |
|
Texworld Apparel Sourcing Paris 02.02.2026 - 04.02.2026 |
 |
|
|
Techtextil 2026 21.04.2026 - 24.04.2026 |
 |
|
|
Texprocess 2026 21.04.2026 - 24.04.2026 |
 |
|
|
| Weitere Veranstaltungen > |
|
|
|
|
 |
International Cotton Conference Bremen, 25. -27 März 2026
Die 38. International Cotton Conference Bremen, die vom 25. bis 27. März 2026 im Bremer Parlament direkt am Marktplatz der Hansestadt stattfindet, setzt erneut ein kraftvolles Signal für fachliche Exzellenz und internationalen Dialog. Im Zentrum stehen die neuesten Markttrends und technischen Innovationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der Landwirtschaft über Qualitätssicherung und Verarbeitung bis hin zur Kreislaufwirtschaft. Mit hochkarätigen Referierenden bleibt die Tagung ein unverzichtbarer Treffpunkt für alle, die die Baumwollwirtschaft wissenschaftlich, technisch oder wirtschaftlich gestalten.
Diesmal im Fokus: recycelte Fasern und ihre Qualitätsbewertung. Mit dieser Session wird eine Thematik beleuchtet, in der es um die Faserqualität recycelter Fasern und ihre Auswirkungen auf die Garnqualität geht.
Recyclingfasern sind ein Schlüssel für den Weg in eine wirklich zirkuläre Textilwirtschaft. Doch ihre Verarbeitung wirft entscheidende Qualitätsfragen auf: Wie schneiden sie gegenüber Neuware ab – und wie lässt sich das überhaupt zuverlässig messen? Wie wirkt sich die Faserqualität auf die Garnqualität aus? Klar ist: Spezifische, auf Recyclingmaterial zugeschnittene Prüfmethoden sind unerlässlich, um die Leistungsfähigkeit recycelter Fasern realistisch zu bewerten. Vier Expertinnen und Experten nehmen diese Herausforderungen unter die Lupe und liefern frische Antworten aus Forschung und Praxis.
Stefan Fliescher, Textechno in Mönchengladbach, spricht über „Fortschritte in der Prüftechnik für mechanisch recycelte Fasern“. Während sich die Spinneignung neuer Baumwolle vor allem über Faserlängenverteilung und Nissengehalt bestimmen lässt, sind diese Merkmale bei Recyclingfasern nur begrenzt messbar. Ihr beschädigtes, heterogenes Strukturprofil erfordert angepasste Prüfverfahren. Zudem gewinnen Parameter wie der Anteil ungeöffneter Garnreste an Bedeutung. Optimierte Messtechniken sind daher zentral, um die Qualitätssicherung im mechanischen Recycling zu verbessern und stabile Garnqualitäten zu ermöglichen.
Adele Abdoos, Mesdan, Italien, untersucht den Einsatz von Laborgeräten wie Schredder, Kardiermaschine und Garnseparator, um die Faserrückgewinnung aus verschiedenen Textilabfällen realitätsnah zu simulieren und zu optimieren. In ihrem Vortrag zeigt sie, dass gewebte Stoffe beim Zerkleinern widerstandsfähiger sind und längere Fasern behalten, während gestrickte Materialien stärker beschädigt werden und mehr Kurzfasern erzeugen. Besonders vorteilhaft erwies sich die Anpassung der Maschinenparameter, etwa durch höhere Drehzahlen der Haupttrommel und niedrigere der Arbeitswalze. Die in Bremen präsentierte Studie betont die Bedeutung von Laborversuchen, da Tests im kleinen Maßstab industrielle Ergebnisse zuverlässig vorhersagen und gleichzeitig Materialverluste reduzieren.
Christine Wörner von Uster Technologies untersucht in ihrem Vortrag die Qualitätsparameter von mechanisch recyceltem und neuem Baumwollgarn. Sie zeigt, dass die Qualität recycelter Baumwolle von Herkunft und Fasereigenschaften des Textilabfalls abhängt. Ein Analysevergleich mit Neuware zeigte deutliche Unterschiede. Mithilfe einer Matrix wurden die Fasereigenschaften verschiedener Abfallarten erfasst und untersucht. Dabei zeigte sich, wie Produktionsparameter angepasst werden müssen, um die gewünschte Garnqualität zu erreichen und welche Auswirkungen dies auf Effizienz und Garneigenschaften hat. Die Ergebnisse liefern Hinweise zur Optimierung der Recyclinggarnproduktion und betonen die Notwendigkeit differenzierter Qualitätsbewertung im mechanischen Baumwollrecycling.
Pierre Lanfer, RWTH Aachen, untersucht in seinem Vortrag zwei mechanische Recyclingzyklen. Ausgangspunkt ist ein Gewebe aus 100% neuer versponnener bzw. verstrickter Baumwolle, das im ersten Zyklus zu Fasern zerrissen wird. Diese werden im zweiten Zyklus erneut verarbeitet. Erste Ergebnisse zeigen eine deutliche Faserverkürzung im ersten Zyklus, während der Verlust im zweiten geringer ausfällt. Die Daten deuten darauf hin, dass Einbußen bei Garn- und Gewebeeigenschaften in späteren Zyklen abnehmen könnten. Die Befunde werden anhand einer Charakterisierung des Originalgewebes sowie der Fasern, Garne und Gewebe beider Recyclingstufen präsentiert.
Das vorläufige Tagungsprogramm, die weiteren Meetings sowie die Möglichkeit der Registrierung finden Sie unter: http://www.cotton-conference-bremen.de
|
|
|
| Meistgelesene News |
|
| Otto Group ist Deutschlands größter Bekleidungshändler |
 |
|
|
| Mayer & Cie. stellt Geschäftsbetrieb geordnet ein |
 |
|
|
| RETRAKT - Transformation der Textilbranche: Von linear zu zirkulär |
 |
|
|
| Thementisch Textil meets T7 |
 |
|
|
| Nachhaltiger Schutz: Kleidersäcke aus transparentem Papier statt aus Folie |
 |
|
|
| Puncher Convention kehrt zurück zu HAKRO nach Schrozberg |
 |
|
|
| „High Performance Plus“: Textiler Schutz vor Mikroorganismen |
 |
|
|
| Doch kein Aus? Neue Hoffnung bei Kelheim Fibres |
 |
|
|
| Double-Degree-Abkommen im Bereich Smart Textiles |
 |
|
|
| Outlast® gewinnt WTiN Innovate Textile Award für Aersulate® |
 |
|
|
| Messe Frankfurt rückt Künstliche Intelligenz in den Fokus ihrer Messen |
 |
|
|
| LOPEC 2026: Fachmesse für flexible, organische und gedruckte Elektronik |
 |
|
|
| Let´s Talk about Cotton! |
 |
|
|
| Mehr Sicherheit und Komfort für Schutzkleidung durch auxetische Gewebe |
 |
|
|
| Oerlikon: Verkaufs von Barmag an Rieter |
 |
|
|
| OLYMP: Neun Jahrzehnte Hemden-Pionier Eberhard Bezner |
 |
|
|
| Textile Weiterbildung – Seminare für 2026 |
 |
|
|
| Ernüchternde Zahlen und kaum Lichtblicke |
 |
|
|
| Regionale textile Wertschöpfungsketten sind wirtschaftlich darstellbar |
 |
|
| Weitere News > |
|