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Weiterhin Stagnation in der Branche
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Die aktuellen Konjunkturzahlen der Textil- und Bekleidungsindustrie sind von Stagnation geprägt. Die Rückgänge bei nahezu sämtlichen Indikatoren haben sich verfestigt. Es bleibt nach wie vor nur die Hoffnung auf eine Besserung der Lage, wie sie sich auch in den jüngsten ifo-Umfragen widerspiegelt. Allerdings werden Auftragsmangel und unzureichende Nachfrage aus dem Ausland weiterhin als problematisch eingeschätzt.

Die Umsätze sind auch im Monat September 2025 im Vergleich zum Vorjahresmonat gesunken, und zwar um -1,2 %. Damit liegt der Gesamtumsatz der Branche per September um -2,0 % unter dem des Vorjahres. (Textil -2,6 %, Bekleidung -1,2 %). Die Anzahl der Betriebe mit mehr als 50 Beschäftigten in Deutschland beläuft sich bei Textil am Ende des Monats September auf 315, das sind -7,4 % weniger als noch ein Jahr zuvor. Bei Bekleidung bleibt die Anzahl auch Ende September mit 95 Betrieben im Vorjahresvergleich konstant.

Auch die Beschäftigung geht zurück, ähnlich wie bei den Umsätzen bei Textil etwas deutlicher als bei Bekleidung. In den Textilbetrieben waren Ende September -6,3 % weniger Personen beschäftigt als vor einem Jahr. Bei Bekleidung betrug das Beschäftigtenminus -2,4 %. In beiden Teilbranchen verzeichnen die Rückgänge jedoch sinkende Tendenz, da die aktuellen Monatsendwerte unter den Jahresdurchschnittswerten liegen. Parallel dazu sinken auch die geleisteten Arbeitsstunden. Im Jahresverlauf wurden Stand Ende September insgesamt -5,7 % weniger Arbeitsstunden in der gesamten Branche erbracht.

Die Bruttolohn- und Gehaltssummen sinken hingegen mit insgesamt -0,3 % per September unterproportional zurück, da hier auch Lohn- und Gehaltssteigerungen wirken. Der Rückgang geht dabei voll auf das Textilsegment zurück, denn die Bekleidungsunternehmen haben sogar leicht höhere Löhne und Gehälter gezahlt. Im Monat September sind die gezahlten Löhne und Gehälter im Vorjahresvergleich leicht gestiegen.

Die inländische Produktion1) sinkt im laufenden Jahr 2025 bei Textil wie auch bei Bekleidung kräftig, die leichte Steigerung der Textilproduktion im September ist auf einen besonders deutlichen Rückgang im Vormonat zurückzuführen. Im Gesamtjahr wurde per September -4,6 % weniger Textil in Deutschland produziert, bei Bekleidung betrug das Produktionsminus -5,9 %.

Die Auftragseingänge und Auftragsbestände schwanken im Zeitlauf, vor allem bei Bekleidung ist die Volatilität hoch, besonders im aktuellen Monat September und im Monat zuvor. Die Auftragseingänge sind im gesamten Jahr 2025 bisher gesunken, was sich auch in der Unternehmensumfrage des ifo widerspiegelt. Die Erzeugerpreise haben sich stabilisiert, bei Textil mit einer Steigerungsrate von gut +1 %, bei Bekleidung steigen die Preise derzeit um gut +3 %.

Der Umsatz im Bekleidungseinzelhandel steigt im laufenden Jahr 2025 nur zögerlich und unterdurchschnittlich. Während der gesamte Einzelhandel seine Umsätze bis September um +3,5 % steigern konnte, beträgt das Plus beim Bekleidungseinzelhandel lediglich +0,4 %.

Der Außenhandel verläuft im laufenden Jahr 2025 ebenfalls negativ. Per September wurde insgesamt -1,8 % weniger exportiert.

Bei Textil beträgt der Rückgang -0,2 %, bei Bekleidung sind es jedoch -2,6 %. Auffällig ist der starke Anstieg der Importe, und zwar sowohl bei Textil (+11,6 %) als auch bei Bekleidungsprodukten (+12,1 %). Die Rohstoffeinfuhren sinken per September um -14,0 %.

ifo-Konjunkturklimaindex November 2025
Das Konjunkturklima der deutschen Industrie insgesamt hat sich jüngst etwas verschlechtert; insgesamt kommt die Wirtschaft nicht aus ihrer Stagnation heraus. Insbesondere die Erwartungen fallen wieder pessimistischer aus. Ähnlich ist die Situation bei den Unternehmen der Textilindustrie. Die Bekleidungsunternehmen hingegen schätzen sowohl die Lage als auch die Erwartungen wieder etwas positiver ein. Es bleibt jedoch bei dem Befund, dass ein Großteil der Einschätzungen der Unternehmen aktuell aus einer Stimmung der Hoffnung heraus zu erklären ist.
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