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Kaum Lichtblicke zum Start in das neue Jahr.
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Die Konjunkturzahlen zum Ende des vergangenen Jahres hatten sich zunehmend verschlechtert. Insbesondere im Textilsegment gab es in den vergangenen Monaten kaum eine positive Kennziffer. Bekleidung hingegen ist gut durch das Jahr gekommen, allerdings drehte sich die Konjunkturdynamik zum Ende des Jahres 2023 hin merklich. Auch im Januar 2024 hat die unterschiedliche Entwicklung der Segmente Bestand: Noch immer werden bei Bekleidung bessere Zahlen als bei Textil vermeldet. Die jüngsten Umfragen zeigen für die kurzfristige Entwicklung für die Bekleidungs-, insbesondere aber für die Textilindustrie noch keine Trendwende. Nach wie vor ist die Auftragslage unzureichend, insbesondere aus dem Ausland.

Die Umsätze in der Gesamtbranche sind zu Beginn des neuen Jahres 2024 im Januar im Vergleich zum Vorjahresmonat um -4,7 % gesunken. Dabei stiegen die Bekleidungsumsätze um +2,8 %, während der Umsatz der Textilunternehmen um -9,6 % abnahm. Es ist zu beachten, dass zum Jahreswechsel in der Statistik bestimmte Anpassungen vorgenommen werden, die unterjährig im vergangenen Jahr entstanden sind, aber aufgrund der Jahresvergleichbarkeit erst zum Jahreswechsel berücksichtigt werden. Außerdem handelt es sich immer um nominale Werte, was die Steigerung bei Bekleidung etwas relativiert, allerdings den starken Rückgang bei Textil sogar noch unterschätzt. Die Anzahl der Betriebe geht sowohl bei Textil als auch bei Bekleidung zurück und nimmt insgesamt um -3,3 % ab. Auch hier gilt, dass nicht erst im Monat Januar die Betriebe aus der Statistik gefallen sind (beispielsweise, weil sie weniger als 50 Mitarbeiter aufweisen), sondern dass der Jahresdurchschnitt zugrunde gelegt wurde.

Die Beschäftigung entwickelt sich tendenziell entsprechend zu den Umsätzen und der Anzahl der Betriebe: Bei Textil sind Ende Januar -4,8 % weniger beschäftigt als im Vorjahr, bei Bekleidung stagniert die Beschäftigung bei sinkender Anzahl an Betrieben und steigenden Umsätzen mit +0,6 % gegenüber Januar 2023. Ähnlich ist es bei den geleisteten Arbeitsstunden: sie sinken bei Textil um -4,8 %, bei Bekleidung gehen sie minimal um -0,2 % zurück. Die Bruttolohn- und Gehaltssummen sinken bei Textil um -1,2 %, bei Bekleidung steigen sie um +6,8 %.

Die inländische Produktion1) steigt im ersten Monat des Jahres wieder an, nachdem sie im Verlauf des vergangenen Jahres tendenziell rückläufig war: bei Textil nur leicht um +1,3 %, bei Bekleidung um +34,2 %.

Bei den Auftragseingängen und den Auftragsbeständen ist eine sehr unterschiedliche Entwicklung zwischen Textil und Bekleidung sichtbar: Bekleidung entwickelt sich in den vergangenen Monaten klar positiv, während Textil mit sinkenden Auftragsbeständen und -eingängen zu kämpfen hat. Legt man die (mehr subjektiven) Einschätzungen der Unternehmen zugrunde, so sind die Unterschiede in der Beurteilung nicht mehr ganz so diametral: Sowohl Textil als auch Bekleidungsunternehmen beurteilen die Auftrags- und Nachfragesituation eher pessimistisch.

Die Erzeugerpreise steigen weiterhin nach dem Inflationsschub der vergangenen Monate vergleichsweise moderat und mit weiter sinkenden Raten. Mit +0,6 % (Textil) bzw. +1,4 % (Bekleidung) im Januar bewegen sich die Preissteigerungen wieder hin zu den Steigerungen der vergangenen Jahre, die sich üblicherweise unter einem Prozent bewegten.

Der nominale Umsatz im Bekleidungseinzelhandel wächst auch im Januar stärker als der Einzelhandel insgesamt. Allerdings bewegen sich die Preissteigerungen im Bekleidungseinzelhandel auf dem Niveau der Preissteigerungen im gesamten Einzelhandel. Ob die Preissteigerungen der Vergangenheit in der Beschaffung für die Herstellerunternehmen damit kompensiert werden können, ist hieraus nicht ersichtlich.

Der Außenhandel startet auch im Jahr 2024 sehr verhalten. Die Exporte bei Textil gehen um weitere -2,3 % zurück, unter Berücksichtigung der Preissteigerungen real entsprechend mehr. Die Exportzuwächse bei Bekleidung steigen um +1,4 %. Die nominalen Importe sinken bei Textil und Bekleidung wie schon in der Vergangenheit deutlich.

Der Einfuhrüberschuss sinkt aufgrund des hohen Importrückganges per Januar 2024 weiter deutlich, jetzt auf -61,2 %.

Die Rohstoffeinfuhren sinken entsprechend des Rückganges der Importe insgesamt aber auch preisbedingt um -27,5 %.

ifo-Konjunkturklimaindex März 2024
Das Konjunkturklima in Deutschland hat sich im März deutlich verbessert. Von Optimismus möchte das ifo-Institut aber trotz stark optimistischerer Erwartungen der Unternehmen noch nicht sprechen. Auch bei den Bekleidungsunternehmen haben sich die Zukunftserwartungen tatsächlich nur mäßig gebessert, das gestiegene Geschäftsklima geht auf einen ungewöhnlichen Sprung in der Beurteilung der Lage zurück. Bei Textil bleibt die aktuelle Lage weiterhin schwierig, die von den Unternehmen sogar schlechter als im Vormonat beurteilt wird. Die Zukunftserwartungen der Textilunternehmen haben sich hingegen leicht verbessert.
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