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Hochschule Niederrhein: 5 Auszeichnungen von Wilhelm-Lorch-Stiftung
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Gleich fünf Studentinnen der Hochschule Niederrhein sind für ihre Bachelor- oder Masterarbeiten mit Preisen der Wilhelm-Lorch-Stiftung ausgezeichnet worden. Die Preisträgerinnen erhalten jeweils 6000 Euro, die sie für Weiterbildungsmaßnahmen ausgeben dürfen. Insgesamt vergab die Stiftung jetzt im Rahmen des 59. Forums der TextilWirtschaft in der Print Media Academy in Heidelberg 15 Förderpreise mit einem Gesamtvolumen von 100.000 Euro.

„Die Auszeichnungen sind ein toller Erfolg für die textile Ausbildung in Mönchengladbach“, sagte Professor Dr. Lutz Vossebein, Dekan des Fachbereichs Textil- und Bekleidungstechnik. Die renommierte Stiftung, die auf den 1966 verstorbenen Gründer des Fachverlags und der Textilwirtschaft Wilhelm Lorch zurückgeht, finanziert zudem im September eine dreitägige Summerschool in der Textilakademie in Mönchengladbach, bei der es um Digitalisierung in der textilen Wertschöpfungskette geht. Hierzu werden Experten aus der Praxis und der Hochschule Niederrhein zusammenarbeiten und 100 ausgewählten Studierenden und Auszubildenden Ausblicke auf Designprozesse, Technologie und Management von morgen geben.

Jetzt standen die Preisträgerinnen im Mittelpunkt. Christine Kluth beschäftigte sich in ihrer Bachelorarbeit mit der Belastung der Gewässer durch Mikroplastik, verursacht durch Sporttextilien. In der Arbeit untersucht die gebürtige Bonnerin, die für das Studium nach Mönchengladbach gezogen ist, ob die Abbaubarkeit von synthetischen Fasern beschleunigt werden kann. Kluth studiert jetzt den Masterstudiengang Management of Trade and Technology.

Über die Rolle der Designer in der Industrie 4.0 und die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeit der Kreativen schrieb Julia Klausmann ihre Bachelorarbeit. Sie stellte unter anderem fest, dass die Verbraucher immer stärker in den Design-Prozess einbezogen würden. Julia Klausmann, die gebürtig aus der Voreifel stammt, studierte in Mönchengladbach Design-Ingenieur Mode und schloss diesen 2018 mit der jetzt ausgezeichneten Bachelorarbeit ab. Derzeit studiert sie den Masterstudiengang Textile Produkte mit Schwerpunkt Textiltechnik.

Für die Verbundgruppen in der Modebranche ist die Beschäftigung mit E-Commerce ein ebenso wichtiges wie heikles Unterfangen. Anna-Maria Demes hat in ihrer Masterarbeit untersucht, mit welchen Strategien die Verbundgruppen derzeit agieren und wo Potenziale liegen. Die aus Stadtlohn an der niederländischen Grenze stammende 26-Jährige hat in Krefeld den Masterstudiengang E-Commerce am Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen studiert.

Ebenfalls um die Auswirkungen des wachsenden Online-Geschäfts ging es in der Bachelorabeit von Dora Maric, die darin ein Szenario für einen modernen Concept-Store entwickelte, der stationären Einzelhändlern helfen soll, ihren Kunden neue Erlebnisse zu bieten. Die gebürtige Essenerin studierte Textile and Clothing Management in Mönchengladbach und ist derzeit in Wien für das Masterstudium eingeschrieben.

Wer in China Marketing treiben will, kommt an WeChat nicht vorbei. Das zeigte Luisa Schensak in ihrer ausgezeichneten Bachelorarbeit. „WeChat ist eine Art All-in-One-App“, sagt die 25-Jährige, die aus dem Ruhrpott stammt. „Gerade die jungen Chinesen sind den ganzen Tag auf WeChat unterwegs.“ Während ihres Studiums in Mönchengladbach legte Schlensak ein Auslandssemester in Shanghai an der dortigen Partnerhochschule der Hochschule Niederrhein ein. Dort entstand auch die Idee zu ihrer Arbeit.


Foto: Kim Euijae/TextilWirtschaft
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